Degenerative Erkrankungen
Bei der Baker-Zyste kommt es zu einer Aussackung der hinteren Kapselwand am Kniegelenk. Hierbei wird durch einen erhöhten Druck und Flüssigkeitsansammlung im Kniegelenk die Gelenkinnenhaut meist nach innen in die Kniekehle vorgedrückt. Andere Bezeichnungen für die Baker-Zyste sind Poplitealcyste oder K niekehlenzyste. Der Begriff Baker-Zyste wird hauptsächlich im Rahmen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung gebraucht. Bei der Ausbildung einer Baker-Zyste kommen hauptsächlich mechanische Ursachen im Kniegelenk in Frage. Es sollen hier die Meniskusschäden, Erkrankungen der Knieinnenhaut als auch sehr häufig degenerative Erkrankungen im Kniegelenk genannt sein. Die Baker-Zyste entsteht durch Reizungen oder entzündliche Veränderungen der Schleimhaut im Knie. Es entsteht eine vermehrte Wasseransammlung (Erguss). Durch den erhöhten Druck wird die Schleimhaut nach hinten in die Kniekehle heraus gedrückt und bildet dort eine Baker-Zyste.
Wenn die Reizerscheinungen im Kniegelenk zurückgehen, bildet sich oft auch die
Baker-Zyste wieder von allein zurück. Bildet sich ein so genannter
Ventilmechanismus, kann die Baker-Zyste verbleiben. Weitere Informationen zur
Baker-Zyste finden Sie unter: Degenerative Erkrankungen - Chondrokalzinose Bei der Chondrokalzinose sind
ebenso wie bei der Gicht Ablagerungen in den Gelenken zu finden. Es kann aber
auch die Gelenkinnenhaut, die Sehnen, Bänder, die Menisken als auch die
Bandscheiben betroffen sein. Die Chondrokalzinose wird häufig
zusammen mit der Gicht, bestimmten Bluterkrankungen sowie Überfunktionen der
Nebenschilddrüse beobachtet. Oft gibt es auch Zusammenhänge zwischen der
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sowie Erkrankungen der Nieren. Die Chondrokalzinose kommt
besonders im mittleren und höheren Lebensalter vor. Die eigentliche Ursache ist
nicht bekannt. Man vermutet lokale (örtliche) Stoffwechselstörungen. Die
Chondrokalzinose kommt in bestimmten Familien häufiger vor. Bei der Chondrokalzinose kommt
es zu Knorpelverkalkungen, die zu einer Arthrose (Verschleiß) von Gelenken führt
oder aber auch akute Reizerscheinungen an den Gelenken hervorrufen kann, wenn
die Kristalle in ein Gelenk einbrechen. Degenerative Erkrankungen - Heberden-Arthrose Bei der Heberden-Arthrose handelt es sich um degenerative Erkrankungen (Verschleißerkrankung) im Bereich der Fingerendgelenke mit z. T. starken Schmerzen.
Bei der
Heberden-Arthrose sind meist Frauen nach der Menopause betroffen. Es liegt
eine genetische Disposition (angeborene Ursache) vor.
Andere Ursachen der
Heberden-Arthrose können wiederkehrende Verletzungen im Fingerendgelenk,
aber auch Fehl- oder Überbelastungen, Witterungseinflüsse wie Feuchtigkeit
und Kälteexposition, Wechselwirkungen von Psyche und Körper sowie
hormonelle und stoffwechselbedingte Ursachen haben.
Bei der angeborenen
Form der Heberden-Arthrose treten an den meisten Langfingern viele Knötchen
auf, die für diese Form charakteristisch (beweisend) sind.
Bei der erworbenen Form
der Heberden-Arthrose treten die Veränderungen im Bereich der
Fingerendgelenke meist nur an einzelnen Fingern auf. Degenerative Erkrankungen - Kyphose Bei der Kyphose handelt es sich um eine vermehrte Rundrückenbildung meist im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS). Bei der Kyphose geht die Rundrückenbildung über das normale Maß hinaus. Für die Entstehung der Kyphose kommen mehrere Ursachen in Frage. Es können endogene (angeborene) Ursachen, Stoffwechselstörungen, Entzündungen, aber auch starke mechanische Beanspruchungen angenommen werden. Bei den angeborenen Ursachen können Fehl- oder Missbildungen bei der Entwicklung der Wirbelsäule oder der einzelnen Wirbelkörper auftreten. Eine weitere Ursache können Cystenbildungen im Bereich des Rückenmarks mit zunehmenden Lähmungen sein. Während der Jugend können Haltungsschäden oder der so genannte Morbus (M.) Scheuermann einen vermehrten Rundrückens hervorrufen. Auch bei Unfällen mit Schädigungen der Wirbelsäule, der Wirbelkörper oder bei entzündlichen Erkrankungen, wie bei der Tuberkulose, können vermehrte Keilwirbelbildungen zu einer Kyphose führen. Nach chirurgischen Eingriffen bei Tumoren ist eine vermehrte Rundrückenbildung oft nicht zu vermeiden. Bei den Stoffwechselerkrankungen steht an erster Stelle die Osteoporose (Knochenschwund). Selten sind die Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) und die angeborenen Kollagenosen. Die Statik und die Funktion der Wirbelsäule wird durch das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Bändern gewährleistet. Durch die o. a. Erkrankungen kann diese Balance gestört sein, so dass eine vermehrte Kyphose auftritt. Im Wachstumsalter kann beim M. Scheuermann der Wirbelkörper vorn in seiner Höhe vermindert werden, so dass eine vermehrte Rundrückenbildung auftritt. Beim M. Bechterew, einer entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung, kann dies durch Verkürzungen und Verknöcherungen im Bereich der Wirbelsäulenbänder auftreten.
Eine Kyphose kann daher sowohl durch Veränderungen am Wirbelkörper als auch
durch Schädigungen im Bereich der Bänder, Muskeln und des hinteren
Halteapparats der Wirbelsäule verstärkt werden. Weitere Informationen zur
Kyphose finden Sie hier: Degenerative Erkrankungen - Morbus Forestier
Der Morbus Forestier wird auch hyperostotische Spondylose oder Hyperostosis ankylosans
vertebralis senilis genannt. Der Morbus Forestier ist eine Sonderform von
degenerative
n Erkrankungen hauptsächlich im Bereich der Brustwirbelsäule
(BWS). Der Morbus Forestier kann aber auch an anderen Gelenken auftreten, z.
B. in den Ellenbogengelenken, an den Hüftgelenken sowie der Halswirbelsäule
(HWS). Oft werden auch starke Verkalkungen im Bereich der Bänder gefunden
oder auch Kapselverkalkungen rund um die Gelenke.
Männer sind wesentlich
häufiger betroffen als Frauen. Die Erkrankung tritt meist erst nach dem 60.
Lebensjahr auf.
Die Wissenschaft ist
sich noch nicht im Klaren, ob es sich beim Morbus Forestier um eine Variante
des normalen Verschleißes an der Wirbelsäule, der sogenannten Spondylosis
deformans, handelt oder ob es ein eigenständiges Krankheitsbild ist. Der Morbus
Forestier tritt sehr häufig bei Stoffwechselstörungen auf. Hier wird
insbesondere der Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, genannt. Der Morbus
Forestier kommt aber auch gehäuft bei Fettstoffwechselstörungen oder bei der
Gicht auf. Weitere Informationen zum Thema Morbus Forestier finden Sie
unter: Degenerative Erkrankungen - Pseudogicht Die Pseudogicht kommt
besonders im mittleren und höheren Lebensalter vor. Die Pseudogicht wird häufig
zusammen mit der Gicht, bestimmten Bluterkrankungen sowie Überfunktionen der
Nebenschilddrüse beobachtet. Oft gibt es auch Zusammenhänge zwischen der
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sowie Erkrankungen der Nieren. Bei der Pseudogicht sind
ebenso wie bei der Gicht Ablagerungen in den Gelenken zu finden. Es kann aber
auch die Gelenkinnenhaut, die Sehnen, Bänder, die Menisken als auch die
Bandscheiben betroffen sein. Die eigentliche Ursache ist
nicht bekannt. Man vermutet lokale (örtliche) Stoffwechselstörungen. Die Pseudogicht
kommt in bestimmten Familien häufiger vor. Bei der Pseudogicht kommt es zu Knorpelverkalkungen, die zu einer Arthrose (Verschleiß) von Gelenken führt oder aber auch akute Reizerscheinungen an den Gelenken hervorrufen kann, wenn die Kristalle in ein Gelenk einbrechen. Weitere Informationen zum Thema Pseudogicht finden Sie unter: www.degenerative-erkrankungen.de/pseudogicht/
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